Im Februar reisten Lea, Samira, Sarah, Leas Schwester Pia, ihr Vater und ihr Partner nach Kenia. Der Fokus war klar: Der Kauf unserer eigenen Schule. Viele Wochen Vorbereitung lagen hinter uns, der Druck war hoch, aber der Wille noch größer. Und dann knackten wir gemeinsam den Spendenmeilenstein von 55.000 Euro. Nach intensiven Gesprächen unterzeichneten wir tatsächlich den Kaufvertrag für die BAS Academy.
Was viele nicht wissen: Lea wurde kurz vorher krank. Doch Annika und Marina sprangen kurzfristig ein, um digital die letzten Formulierungen zu finalisieren. Dann kam der Moment, in dem Lea aufstand, sich zum Treffen bringen ließ und war bei der Unterzeichnung dabei. Ein kurzer Moment, ein paar Tränen, ein Schnappschuss mit Beatrice, der Vorbesitzerin. Und dann zurück ins Bett. Die Erschöpfung war groß, die Freude noch größer.
Und es gab noch eine andere, ganz persönliche Nachricht: Lea teilte mit dem Team, dass sie schwanger ist. Die Reaktionen waren herzlich, freudig, voller Umarmungen. Und irgendwann, zwischen Alltagsstress und Slum-Besuchen, entstand der Spitzname Chapati für das Kind. Weil Lea das fettige Fladenbrot liebt und weil sie scherzhaft meinte, vom bloßen Ansehen zuzunehmen. Als das Baby dieselbe Wirkung hatte, war der Name gefunden. Seitdem heißt sie nur noch: Mama Chapati.