Hinter den Kulissen mit Marina

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Marina ist seit fast drei Jahren ehrenamtlich Teil von UNDER Lea’s TRUST und sie gehört zu den Menschen, die im Hintergrund unermüdlich dafür sorgen, dass alles läuft: Strukturen, Strategien und jetzt auch unser größtes Projekt - der Schulkauf.
In ihrem Ehrenamt jongliert sie zwischen Beratung, Strukturieren unserer Teamarbeit und regelmäßigen Abstimmungen mit Kenia. Und dabei zeigt sie immer wieder, wie viel Herz und Professionalität in ULT steckt.

Warum sie das trotz vollgepacktem Berufsalltag macht, welche Herausforderungen sie bewegt und welches Erlebnis sie in Nairobi nie vergessen wird, erzählt sie Dir hier in ihrem persönlichen Einblick.


Wie lange bist du schon ehrenamtlich bei UNDER Lea's TRUST aktiv und was ist deine Motivation?

Ich bin seit fast drei Jahren Teil von UNDER Lea’s TRUST e.V. und was mich von Anfang an motiviert hat, ist ein ganz einfacher, aber tiefgehender Gedanke: Jedes Kind sollte die Chance auf ein gutes Leben haben.
Denn ein Kind kann nicht bestimmen, in welches Leben es geboren wird, aber wir können dazu beitragen, dass es trotzdem Perspektiven bekommt – durch Bildung, Unterstützung und Vertrauen. Diese Vorstellung treibt mich an.
Es ist unglaublich erfüllend zu sehen, wie unsere Arbeit in Kenia ganz real etwas verändert, nicht nur für einzelne Kinder, sondern für ganze Familien und Gemeinschaften.

An welchen Projekten oder Aufgaben arbeitest du derzeit und in welchem Team bist du dabei tätig?

Ich bin im Strategieteam tätig und beschäftige mich mit der langfristigen Ausrichtung unserer Projekte und Themen, die ULT in Zukunft noch stärker machen. Dazu gehört unter anderem der Aufbau und die Optimierung unserer internen Strukturen, damit wir als Verein nachhaltig wachsen und unsere Projekte noch besser miteinander verknüpfen können.
Außerdem bin ich Teil des Projektteams, welches sich um den Kauf und Betrieb unserer Schule in Kenia. kümmert. Seit wir im September offiziell den Schulbetrieb übernommen haben, bin ich deshalb eng im Austausch mit dem kenianischen Team. Die Umstellung ist für uns alle neu, vieles befindet sich noch im Aufbau und wir müssen uns in vielen Themen erst einarbeiten und gemeinsame Routinen finden. Es ist ein Prozess, in dem wir ständig dazulernen, Strukturen anpassen und Abläufe weiterentwickeln.
Parallel dazu arbeiten wir intensiv daran, die restliche Spendensumme für den Schulkauf aufzutreiben, damit wir das Projekt langfristig absichern und die Schule in eine stabile Zukunft führen können.
Trotz aller Herausforderungen ist es unglaublich motivierend zu sehen, wie sich Schritt für Schritt etwas bewegt und ich bin stolz, ein Teil dieses Weges zu sein.

Wie hat sich die Zusammenarbeit im Team und mit anderen Ehrenamtlichen im Laufe der Zeit entwickelt und welche positiven Veränderungen hast du dabei wahrgenommen?

Unsere Zusammenarbeit ist über die letzten Jahre deutlich gewachsen, nicht nur zahlenmäßig, sondern auch im Zusammenhalt und in der Art, wie wir gemeinsam arbeiten.
Wir rücken immer enger zusammen und schaffen Synergien zwischen Projekten und Teams.
In unseren monatlichen Meetings wird offen diskutiert, gelacht, nachgedacht und mit Leidenschaft an Lösungen gearbeitet. Jeder bringt sich mit seinen Stärken ein und genau das macht ULT aus: Wir sind ein Team aus ganz unterschiedlichen Menschen, aber mit einer gemeinsamen Vision.
Durch neue Strukturen und klare Verantwortlichkeiten, wie etwa die Einführung von „Head-of“-Rollen, sind wir außerdem noch professioneller und effizienter geworden.
Kein Thema bleibt liegen und jeder weiß, wo er ansetzen kann, um die Arbeit voranzubringen.

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner ehrenamtlichen Arbeit und wie gehst du damit um?

Die größte Herausforderung ist für mich, das Ehrenamt mit meinem Beruf in Einklang zu bringen. Als Unternehmensberaterin bin ich im Projektgeschäft tätig, was bedeutet: Kein Tag ist wie der andere und meine Arbeitszeiten lassen sich oft schwer planen. Es gibt Phasen, in denen ich mir wünsche, mehr Zeit für ULT zu haben, als tatsächlich möglich ist.
Ich habe gelernt, damit umzugehen, indem ich versuche, bewusst zu planen und zu priorisieren. Ich blocke mir feste Zeiten für ULT, halte regelmäßigen Austausch mit meinem Team und kommuniziere offen, wenn es mal eng wird.
Und manchmal geht es einfach darum, sich selbst daran zu erinnern, dass jeder Beitrag zählt – egal, ob groß oder klein. Ich versuche, mir keinen Druck zu machen, sondern mit Herz und Verlässlichkeit beizutragen, wann immer möglich.

Welche besonderen Highlights oder Erfolgserlebnisse hattest du bisher bei deiner Arbeit bei ULT?

Mein absolutes Highlight war meine Reise nach Nairobi im November letzten Jahres. Vor Ort zu erleben, wie unsere Arbeit wirkt, hat mich tief bewegt. Ich konnte unser Team und die Kinder kennenlernen, ihren Alltag miterleben und verstehen, wie komplex, aber auch wie erfüllend diese Arbeit ist.
Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie unterschiedlich die Herausforderungen und Herangehensweisen im Vergleich zu Deutschland sind. Und warum manches, das bei uns selbstverständlich funktioniert, vor Ort schlicht andere Lösungen braucht. Denn technische Voraussetzungen fehlen oft oder kulturelle Unterschiede erfordern neue Ansätze – und trotzdem funktioniert es. Mit Kreativität, Zusammenhalt und dem Willen, etwas zu bewegen.
Ich bin an dieser Reise persönlich gewachsen. Das Lachen der Kinder, ihre Lebensfreude und ihre Dankbarkeit waren überwältigend. Ich habe selten so viel Energie, Hoffnung und Gemeinschaft gespürt.
Diese Erfahrung hat mir noch einmal deutlich gezeigt, warum wir das alles tun, und sie hat mich darin bestärkt, weiterzumachen.

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